Der Begriff Schamanin/Schamane

 

leitet sich ab von dem russischen Begriff "saman", aus dem Volk der Tungusen, die als Rentierhirten am Baikalsee lebten. Das tungusische Wort saman bedeutet "wissen, sehen", eine/r, die, der weiß, sieht. Der Anthropologe Shirokoroff, einer der ersten Erforscher der Tungusen, stellt fest:
In allen tungusischen Sprachen wird der Begriff saman auf Menschen angewandt, die den Umgang mit Geistern beherrschen. Saman bedeutet auch sich erhitzen, brennen, mit Feuer und Hitze arbeiten. Mircea Eliade bezeichnet die Schaman/innen als Meister/innen der Ekstase, abgeleitet vom griechischen Wort "ekstasein" = heraustreten aus dem normalen Bewußtseinszustand.
  Eine Schamanin reist in verschiedene Bewußtseinszustände, in denen Reisen in andere Welten, Sehen und Heilen auf Entfernung und Kommunikation mit Verstorbenen möglich und natürlich sind. Ihre Eigenschaften sind Empathie, Liebe und Klarheit .

Der schamanische Weg der Heilung ist ein Weg des Wissens, der durch die Erfahrung der vielen Facetten des Lebens, durch Rituale und Zeremonien, durch Gebet und Meditation und durch intensiven Kontakt zu den Naturkräften erworben wird. Es ist ein lebenslanger Prozeß.

 

Folgende 7 überlieferte schamanische Lehrsätze begleiten meine Arbeit schon viele Jahre:

  1. Die Welt ist das, wofür ich sie halte
  2. Alle Grenzen sind verschiebbar - Heilung ist möglich
  3. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit
  4. Jetzt ist der Augenblick der Macht
  5. Lieben heißt glücklich sein mit Jemandem oder Etwas
  6. Die Macht kommt von innen
  7. Wirksamkeit ist das Maß der Wahrheit

                                  die mongolische Schamanin Dagiimaa aus Ulanbaatar